Der Opel Vivaro B Campingausbau begegnet mir in den letzten Jahren immer häufiger. Und das hat gute Gründe. Der Vivaro B, gebaut von 2014 bis 2019, trifft ziemlich genau den Nerv vieler Camper: groß genug für echten Komfort, klein genug für den Alltag. Als jemand, der selbst einen VW T6 ausgebaut hat und täglich mit Kunden über ihre Ausbauprojekte spricht, kann ich dir sagen: Der Vivaro B wird als Basisfahrzeug unterschätzt. Dabei steckt enormes Potenzial drin.

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Der Opel Vivaro B bietet mit seiner kompakten Größe und dem durchdachten Laderaum eine solide Basis für deinen Campingausbau.
Warum der Opel Vivaro B als Campingbasis überzeugt
„Warum nicht gleich einen VW Bus kaufen?” – diese Frage höre ich ständig. Die Antwort ist eigentlich simpel. Der Opel Vivaro B kostet als Gebrauchtwagen deutlich weniger, bietet vergleichbare Maße und ist technisch ausgereift. Hinzu kommt: Er teilt sich die Plattform mit dem Renault Trafic und dem Fiat Talento. Gute Ersatzteilversorgung also, und viele Werkstätten kennen sich aus.
Was mich persönlich am Vivaro B überzeugt? Diese Kombination aus Alltagstauglichkeit und Camping-Potenzial. Du kannst ihn unter der Woche als Transporter nutzen und am Wochenende steht er als Campervan bereit. Vorausgesetzt natürlich, du setzt auf einen rückbaubaren Campingausbau ohne permanente Fahrzeugmodifikationen.
Die wichtigsten Maße für deinen Ausbau
Bevor du mit der Planung startest, brauchst du die exakten Laderaummaße. Beim Opel Vivaro B in der langen Version (L2) sieht das so aus:
- Laderaumlänge: ca. 2.937 mm
- Laderaumbreite zwischen den Radkästen: ca. 1.268 mm
- Laderaumhöhe: ca. 1.387 mm (je nach Ausstattung)
- Breite der Heckklappe: ca. 1.282 mm
Die kurze Version (L1) hat eine Laderaumlänge von etwa 2.537 mm. Für einen vollwertigen Campingausbau mit Schlafplatz würde ich dir die L2-Variante empfehlen. In der kurzen Version wird es eng, sobald du länger als 1,75 m bist.
Ein Detail, das viele übersehen: Die Breite zwischen den Radkästen. Mit knapp 1,27 m hast du genug Platz für eine Liegefläche, auf der zwei Personen nebeneinander schlafen können. Üppig ist anders, aber es funktioniert.
Festeinbau oder modulares System? Eine ehrliche Einschätzung
Nach hunderten Einbauten und Kundengesprächen weiß ich: Diese Entscheidung bestimmt alles Weitere. Lass mich dir beide Wege ehrlich vorstellen.
Der klassische Festeinbau
Festeinbau heißt: Möbel werden fest mit der Karosserie verschraubt, Elektrik wird verlegt, eventuell kommen Dachfenster oder Standheizungen dazu. Das Ergebnis ist ein vollwertiger Campervan, der sich wie ein echtes Wohnmobil anfühlt.
Der Nachteil? Du brauchst handwerkliches Geschick, Zeit und Werkzeug. Und du veränderst dein Fahrzeug dauerhaft. Bohrlöcher in der Karosserie lassen sich nicht einfach rückgängig machen. Bei einem Leasingfahrzeug oder wenn du den Vivaro auch als Transporter nutzen willst – problematisch.
Der modulare Weg
Hier setzt du auf Systeme, die ohne Bohren funktionieren. Du schiebst sie in den Laderaum, sicherst sie mit Spanngurten oder Klemmsystemen und kannst sie jederzeit wieder ausbauen. Freitagabend zum Camper, Montagmorgen zurück zum Transporter. In unter 15 Minuten.
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Eine modulare Campingküche lässt sich in wenigen Minuten einbauen und verwandelt deinen Vivaro B in einen vollwertigen Camper.
Was ich immer wieder von Kunden höre: Sie haben mit einem Festeinbau geliebäugelt, sich dann aber doch für die modulare Variante entschieden. Warum? Flexibilität. Kein Wertverlust am Fahrzeug. Keine Sorge bei der Hauptuntersuchung. Und wenn sich die Lebensumstände ändern, ist der Ausbau in einer Viertelstunde draußen.
Die Heckküche als Basis deines Vivaro B Ausbaus
Egal ob Festeinbau oder modular: Die Heckküche ist das Herzstück jedes Campingausbaus. Sie steht im Heck, du kochst bei geöffneter Heckklappe mit Blick nach draußen. So nutzt du den begrenzten Innenraum optimal.
Bei freeheit setzen wir genau auf dieses Konzept. Unsere Flexicamp L ist für Fahrzeuge wie den Vivaro B, den VW T5/T6 oder den Mercedes Vito entwickelt. Sie bildet die Basis und lässt sich nach deinen Bedürfnissen erweitern.
Was eine gute Heckküche können muss
Aus meiner Erfahrung sind das die entscheidenden Punkte:
- Stabile Arbeitsfläche mit mindestens 60 cm Tiefe
- Kocherschublade für einen handelsüblichen Campingkocher
- Stauraum für Geschirr, Besteck und Lebensmittel
- Optional: Spüle mit Wasseranschluss
- Optional: Kühlboxschublade für eine Kompressorkühlbox
Die Vanlife-Serie von freeheit geht noch einen Schritt weiter. Die Vanlife L2 kommt serienmäßig mit fließendem Wasser, integrierter Kocherschublade und Kühlboxschublade. Eine vollwertige Premium-Heckküche, die trotzdem rückbaubar bleibt.
Schlafen im Opel Vivaro B: Deine Optionen
Die große Frage: Wie baust du einen bequemen Schlafplatz in den Vivaro B?
Option 1: Matratze auf ebenem Boden
Die einfachste Lösung. Du baust einen ebenen Boden über den Radkästen, legst eine Matratze drauf – fertig. Der Nachteil: Du verlierst Stauraum unter der Liegefläche. Und der Aufbau jeden Abend kann auf Dauer ziemlich nerven.
Option 2: Klappbett oder Auszugbett
Ein Bett, das sich tagsüber zusammenklappen oder einschieben lässt. Tagsüber Bewegungsfreiheit, abends eine fertige Liegefläche. Das ist die Variante, die ich den meisten empfehle.
Option 3: Hochbett mit Stauraum darunter
Bei der L2-Variante des Vivaro B kannst du über ein fest installiertes Hochbett nachdenken. Darunter bleibt Platz für Gepäck, Fahrräder oder die Küche. Allerdings brauchst du dafür die nötige Stehhöhe – und die ist im Vivaro B begrenzt. Für größere Menschen wird das eng, das muss man ehrlich sagen.

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Ein gut durchdachtes Bettsystem macht den Unterschied zwischen einer Nacht mit Rückenschmerzen und erholsamem Schlaf.
Strom und Elektrik im Vivaro B Camper
Hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen. Eine durchdachte Elektrik macht das Camperleben deutlich angenehmer.
Die Basics
Für die meisten Camper reicht eine einfache Lösung: Eine Powerstation mit 500-1000 Wh Kapazität. Die lädst du während der Fahrt über einen 12V-Anschluss oder zu Hause über die Steckdose. Damit betreibst du LED-Beleuchtung, lädst Handy und Laptop und versorgst eine kleine Kühlbox.
Für längere Reisen
Wenn du mehrere Tage autark stehen willst, brauchst du mehr. Eine Zweitbatterie mit 100 Ah oder mehr, einen Ladebooster für die Ladung während der Fahrt und eventuell ein Solarpanel auf dem Dach. Das ist allerdings ein Eingriff ins Fahrzeug, den du gut planen solltest.
Mein Tipp: Starte mit einer Powerstation. Die kannst du später immer noch um eine feste Installation ergänzen. Oder du bleibst beim mobilen System – viele unserer Kunden fahren seit Jahren so und sind völlig zufrieden damit.
Praktische Tipps aus der Erfahrung
Ein paar Dinge, die ich aus eigener Erfahrung und aus Gesprächen mit hunderten Selbstausbauern gelernt habe:
Gewicht im Blick behalten
Der Vivaro B hat je nach Variante eine Zuladung von 1.000 bis 1.200 kg. Klingt viel, aber ein vollständiger Campingausbau mit Möbeln, Wasser, Gepäck und zwei Personen kommt schnell an diese Grenze. Wiege deine Ausbauteile und rechne realistisch.
Belüftung nicht vergessen
Zwei Menschen produzieren nachts erstaunlich viel Feuchtigkeit. Ohne Belüftung hast du morgens beschlagene Scheiben und auf Dauer Schimmelprobleme. Ein einfacher Lüfter im Fenster oder eine Dachluke helfen enorm.
Verdunklung ist Gold wert
Nichts stört den Schlaf mehr als Licht um 5 Uhr morgens im Sommer. Investiere in gute Verdunklungen für alle Fenster. Es gibt magnetische Lösungen, die ohne Bohren funktionieren – ich würde da nicht sparen.
Was kostet ein Opel Vivaro B Campingausbau?
Eine Frage, die mir oft gestellt wird. Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an.
Ein minimaler Ausbau in Eigenregie mit gebrauchten Möbeln und einfacher Ausstattung ist ab etwa 500-1.000 Euro machbar. Ein hochwertiger modularer Ausbau mit professioneller Campingbox liegt bei 2.000-4.000 Euro. Ein vollständiger Festeinbau mit allem Drum und Dran kann schnell 8.000-15.000 Euro kosten.
Der Vorteil bei modularen Systemen wie dem KombiFlex oder der Flexicamp L: Du kannst klein einsteigen und später erweitern. Du musst nicht sofort das volle Programm kaufen.
Mein Fazit zum Vivaro B als Camperbasis
Der Opel Vivaro B Campingausbau ist ein Projekt, das sich lohnt. Das Fahrzeug bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, solide Technik und genug Platz für zwei Personen. Mit der langen Version (L2) hast du alle Möglichkeiten für einen vollwertigen Campervan.

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Mit dem richtigen Ausbau wird dein Vivaro B zum Tor in die Freiheit. Ohne dass du dafür dein Fahrzeug dauerhaft verändern musst.
Ob du dich für einen Festeinbau oder ein modulares System entscheidest, hängt von deiner Nutzung ab. Brauchst du das Fahrzeug auch im Alltag? Dann ist ein rückbaubares System vermutlich die bessere Wahl. Hast du einen dedizierten Camper? Dann kann ein Festeinbau sinnvoll sein.
Was auch immer du planst: Nimm dir Zeit für die Planung. Miss deinen Laderaum selbst nach. Überlege genau, was du wirklich brauchst. Und starte lieber klein, als dich zu übernehmen. Der beste Ausbau ist am Ende der, den du tatsächlich nutzt.
Falls du Fragen hast oder Beratung brauchst: Im freeheit Shop findest du alle Produkte im Detail. Und wenn du unsicher bist, welche Lösung zu deinem Vivaro B passt – schreib uns einfach. Dafür sind wir da.